Schnarchtherapie: Können die Zähne Schnarchen verursachen?

Draußen ist es still und dunkel. Nur Katzen huschen noch über die Gehwege und verschwinden in den Schatten der Gassen. Plötzlich wird die Ruhe jäh unterbrochen. Wenn nicht Ihr Schnarchen die Lautstärke eines Presslufthammers von 90 Dezibel knackt, dann vielleicht das genervte Schnauben Ihrer Partnerin oder Ihres Partners. Schnarchen ist oft gesundheitsgefährdend. Für einen selbst, wenn zum Beispiel Schlafapnoe hinzukommt und durch den Lärm auch für alle, die sich mit Ihnen im Zimmer befinden. Eine Schnarchtherapie hilft. Doch woher kommt Ihr Schnarchen überhaupt? Vielleicht sind Ihre Zähne schuld.

Darum ist Schnarchen so gefährlich

Wenn Sie apnoisch schnarchen, schlafen Sie schlechter. Das liegt an den Atemstillständen, die durch einen Verschluss des Rachenraums Ihren Schlaf stören. Der Körper versucht ein Ersticken zu verhindern und reagiert mit Alarmbereitschaft, dem sogenannten Arousal. Sie fühlen sich am nächsten Tag unausgeschlafen und ausgelaugt. Wenn dieser Sauerstoffmangel ständig auftritt, führt dies zudem zu einem stark erhöhten Herzinfarktrisiko und vermehrten Schlaganfällen

Auswirkungen auf Ihr Privatleben

Schnarchen stellt Ihre Beziehung auf eine schwere Probe. Nicht nur Sie leiden unter der nächtlichen Ruhestörung. Das laute Schnarchen ist eine Belastung für Ihre Partnerin oder Ihren Partner, denn aufgrund der Geräuschkulisse kann man nicht mehr oder nur schlecht schlafen. Dieser Mangel an gesundem Schlaf führt zu psychischen und körperlichen Auswirkungen. 

Mann schläft in seinem Bett
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Wie Ihre Zähne den nächtlichen Schlaf stören

Zu den Symptomen von Kiefergelenkerkrankungen zählt auch das Schnarchen. Leiden Sie also unter der nächtlichen Ruhestörung, könnte Ihr Kiefergelenk falsch belastet sein. Ursache dafür können Zahnlücken, nicht perfekt angepasste Füllungen oder Brücken sein. Diese lösen Fehlkontakte im Biss aus und dadurch eine Fehlbelastung Ihres Kiefergelenks. Sollten Sie mit den Zähnen knirschen oder zum Kieferpressen neigen, begünstigen Sie es noch zusätzlich. Denn beides führt zum Verlust der Zahnsubstanz. Die ist aber nötig, damit die Bisshöhe und der Zungenraum normal groß bleiben.

Entspannt schlafen

Wenn wir schlafen, entspannt der ganze Körper, das gilt auch für den Mund. Die Muskeln im Mundraum erschlaffen. Wenn sich das Gewebe um Zunge und Rachen zu sehr entspannt, rutscht der Unterkiefer zurück und die oberen Atemwege verengen sich. Die Luft kommt schwerer hindurch und das Gewebe beginnt zu vibrieren. Diese Vibration erzeugt die Schnarchgeräusche.

Das können Sie gegen das Schnarchen unternehmen

Haben Sie keine Angst vor dem Besuch bei Ihrem Zahnarzt. Eine effektive Lösung gegen das Schnarchen ist die Unterkieferprotrusionsschiene. Sie besteht in der Regel aus zwei Kunststoffschienen für den Ober- und Unterkiefer. Den umgangssprachlichen Namen Antischnarchschiene trägt sie nicht umsonst! Die Schiene hält den Unterkiefer in der Nacht in Position, selbst wenn sie in Rückenlage sind. Dadurch bleibt die Zunge vorne und das Gewebe wird gespannt. Da die Luft nun wieder problemlos fließt, hören die Schnarchgeräusche auf. Sie können wieder befreiter atmen und schlafen.